BKV Team gewinnt Pokalfight gegen Inter 2000

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BKV Team gewinnt Pokalfight gegen Titelverteidiger – Michael Todaro erleidet Wadenbeinbruch

Die Auslosung bescherte uns im Pokal-Achtelfinale des BKV Großfeld Pokals den Titelverteidiger und Serienmeister der A-Klasse, Inter 2000. Große Freude kam überraschenderweise nicht auf. Aber wat willste machen?

Hinzu kamen die üblichen Absagen (Kindergeburtstag, Hund erkältet, etc.), Alles egal, um 19:24 Uhr standen 8 Feldspieler auf dem Platz. Torwart, Innenverteidiger und einer der beiden 6er fehlten noch. Naja, waren ja auch noch 6 Minuten bis es losgehen sollte. Vielleicht mal kurz anrufen… Antwort Otze (Torwart, meistens wichtig, dass einer da ist) „Was denn los? Wir spielen doch erst um 20:15 Uhr…“… Antwort Klö (Innenverteidiger, hilft auch meistens, wenn die Position besetzt ist): „Dies ist die Mailbox von…“ Antwort Najim (6er, klar, geht auch ohne, aber besser wäre es wenn er dabei ist): „Kein Stress bin in 2 Minuten da“… Unterdessen machte sich unser Präsident und Auswechselspieler, Manuel Lopez, auf den Weg nach Oberpleis. Einer muss ja den Kalle abholen, damit wir wenigstens zur 2. Halbzeit nochmal wechseln können. Avni kam zum Glück auch noch vorbei.

Halten wir es mit dem Wendler: EGAL!

Trainerfuchs Stommel stellte die Mannschaft in einem 4-2-3-1 auf. Bursch, Klösgen, Todaro und Feldmann bildeten die 4er-Kette vor Keeper Otze. Davor sollten Gaumert und Nuhu den Laden dichthalten. Die Flügelzange bildeten Prigge und Vomfell. Auf der 10 spielte Burgunder und als Stürmer lief Assah auf. Soweit der Plan…

Die Partie wurde von uns gut angenommen und man merkte, dass jeder motiviert war dem Titelverteidiger heute Paroli bieten zu wollen. Wir gewannen von Beginn an die entscheidenden Zweikämpfe und kamen immer besser in die Partie. So gab es auch durchaus gelungene Ballstafetten auch wenn die zwingenden Torchancen ausblieben. Auf der Gegenseite konnte Inter sich ein-, zweimal in Schussposition bringen. Die Abschlüsse wurden jedoch geblockt oder (schwer zu glaube, aber wahr) durch Otze entschärft.

Nach guten 15 Minuten jubelten dann das erste mal die 6 anwesenden Heimfans! Vomfell kam im 16er zum Abschluss und ließ dem Keeper keine Chance. 1:0 für die grün-weißen. Nach einer Bursch-Slapstick-Einlage musste man nochmal zittern. Eine harmlose Ecke von Inter, flach, ohne Druck auf den ersten Pfosten machte Bursch nochmal scharf indem er völligst über den Ball säbelte. Irgendwie kam man schadlos aus der Nummer raus.
Nur wenige Zeigerumdrehungen später konnte Assah dann einen zu kurz geratenen Kopfball des Interista-Innenverteidigers in Richtung Torwart aufnehmen und die Kugel am Keeper in die Maschen spitzeln. 2:0 nach guten 25 Minuten. Die Menge tobte! Dann ein Otze-Klassiker…Tigerschuss durch die Nr. 17 von Inter und unser Schlussmann lässt diesen in typischer Otze-Manier sauber in die Mitte abprallen. Den Nachschuss versemmelte der Stürmer allerdings und platzierte den Ball am Querbalken. Angespornt von diesem Malheur lief Otze dann zu Höchstleistung auf und konnte nach mehreren Jahren sogar einen Fernschuss per Flugparade entschärfen und festhalten! Ein Teufelskerl (man vermutet mittlerweile, dass es gar nicht dieser Otze war, der um 19:38 Uhr vom Parkplatz direkt ins Beueler Gehäuse stiefelte)!

Dann die erste Schrecksekunde für den SV. Kapitän und Sturmführer Assah muss verletzungsbedingt das Feld verlassen. Nach mehreren hartgeführten Zweikämpfen durch die Inter-Verteidiger geht nichts mehr. Der Knöchel streikt. Avni springt ein. Kurz darauf die nächste Hiobsbotschaft! Abwehrkante Klösgen hat sich bei einem Zweikampf das Knie verdreht und signalisiert, dass auch er raus müsste… Problem: Auswechselspieler Lopez ist gerade auf dem Weg nach Oberpleis… Also, ab in den Sturm mit Klösgen. Verwirrung stiften. Und siehe da, es zeigt Wirkung. Wie einstudiert ein langer Ball von Michael Todaro auf die Abrissbirne von Klö dieser verlängert gekonnt in den Lauf von Vomfell und patsch, 3:0! Halbzeit und eine Laola brandet am Kunstrasen auf, ebbt jedoch im Gästeblock hart ab.

Mittlerweile sind El-Presidente und Kalle auch wieder da. Klö raus, Kalle rein, aber erstmal eine qualmen. 4er-Kette nun mit Gaumert statt Klösgen und Doppelsechs jetzt mit Prigge und Nuhu.

Weiter geht’s… Mit Beginn der zweiten Hälfte verlagert man sich erstmal aufs Verteidigen. Dies gelingt hervorragend, da alle im Kollektiv mitmachen. Otze bekommt kaum etwas zu tun und die Bälle die auf den Kasten kommen, werden sicher entschärft… Unglaublich.
Das Spiel gestaltet sich jetzt etwas zäher und man merkt durchaus eine gewisse Frustration beim Gegner. Zweikämpfe werden teilweise schon sehr hart geführt und der Schiedsrichter rückt mehr und mehr in den Fokus der Gäste. Nach ca. 70 Minuten dann der große Schock auf SV-Seite. Nach einem guten Zweikampf von Nuhu gegen Nr. 17 von Inter gelangt Todaro an den Ball und will diesen klären. Nuhu wird jedoch von seinem Gegenspieler in den eigenen Mann geschubst und fällt diesem unglücklich auf den Unterschenkel. Es geht nicht weiter. Todaro wird vom Platz getragen und direkt ins Krankenhaus gebracht. Eine äußerst unglückliche Aktion in einem ansonsten hart, aber nicht unbedingt unfair geführten Spiel.

Für Todaro kommt die weiße Feder, Lopez ins Spiel. Das Spiel plätschert anschließend ohne große Höhepunkte vor sich hin. Aus dem Nichts dann ein feiner Angriff der grün-weißen. Burgunder auf Lopez, der direkt weiter auf den mitgelaufenen Khalil und dieser trocken ins untere linke Toreck. 4:0 Deckel drauf!

Nach einem Disput mit dem Schiedsrichter erhält der Kapitän der Gastmannschaft dann die Ampelkarte. Das Spiel ist gelaufen. Zu allem Überfluss verletzt sich Avni dann auch noch und muss ausgewechselt werden. Klösgen kommt erneut, trotz Verletzung in die Partie und einen sollte er noch im Köcher haben.
Nach einem Ballgewinn kommt Klösgen in vorderster Front an den Ball. Diesen schirmt er fein ab und sieht den durchstartenden Lopez. Ein Pass wie ein heißes Messer durch die Butter, Weltklasse! Lopez wackelt den Gegner im 16er aus und wird regelwidrig zu Fall gebracht. Klare Kiste, Elfmeter. Den fälligen Strafstoß verwandelt Vomfell souverän, flach in die Mitte… 5:0.

Danach passiert nichts mehr. Der SV zieht dank einer überragend Mannschaftsleistung in die nächste Pokalrunde ein. Bitter ist jedoch, dass man wahrscheinlich auf Assah, Klösgen, Avni und definitiv auf Todaro langfristig verzichten muss.

Die Diagnose aus dem Krankenhaus für Michael Todaro lautet Wadenbeinbruch! Die Operation steht voraussichtlich heute an. Michael, das gesamte Team vom BKV wünscht dir gute Besserung und eine schnelle, reibungslose Genesung!

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